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Ein neuer Stern geht auf 

Schmerzursachen lösen.  
Was ist die Idee dahinter?

„Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie.“

Diese Erkenntnis wird Huángdi Néijing zugeschrieben, der sie bereits ca. 2500 vor Christus in “Die Medizin des Gelben Kaisers“, verfasst hat.

Und diese Erfahrung wird ebenso in dem Spruch zu den Beschwerden älterer Menschen zum Ausdruck gebracht:

„Wenn Du morgens ohne Schmerzen aufwachst, bist Du über Nacht gestorben.“

Warum kommen diese Weisheiten in Zusammenhang mit dem Thema Faszientherapie?

Im Fokus dieses Kapitels stehen die Körper-Elektrizität und die Therapie mit körperanalogen Mikroströmen. Die natürliche elektrische Körperenergie ist für das Leben und den Tod entscheidend, schließlich gelten wir erst nach Verlust der Hirnströme als klinisch tot. Dennoch erfährt die elektrische Spannkraft außerhalb der Neurologie und Kardiologie wenig Aufmerksamkeit. Zu Unrecht, denn jedes elektrische Signal, das ausgehend von den Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) im Gehirn ankommt, wird dort als Schmerz interpretiert. Diese Rezeptoren reagieren auf den Druck einer Quetschung, die Hitze einer Verbrennung oder die Verätzung von einer Säure. Das Ziel dieses erlebten Unbehagens ist klar, wir wollen die Ursachen möglichst schnell erkennen und lösen. Wir bringen spontan die Finger aus der Tür, die Hand von der Herdplatte oder waschen die Säure ab.

Aber was ist zu tun, wenn wir die Säure tief in unseren Geweben herumtragen? Diese lokale Übersäuerung ist weit verbreitet und gilt als Ursache von etwa 90% aller chronischen Schmerzen. Das ist die Ursache der überwiegend als unspezifisch eingestuften Beschwerden, bei denen trotz umfangreicher Diagnostik keine Ursache gefunden wird. Sie steht für brettharte Muskeln, dauerhaft verklebte Faszien und Bewegungseinschränkungen!

Fast immer ist neben den Säureansammlungen noch ein anderer Grund für die dauernden quälenden Schmerzen mit verantwortlich. Er erklärt, warum der heftige Schmerz einer Quetschung nicht gleich komplett zurückgeht, wenn wir den Finger aus der Tür gezogen haben.

Der anfänglich helle, jähe Impuls vergeht nicht, er ändert nur seine Qualität, er wandelt sich zu einer dumpfen, pochenden Empfindung. Erst ein Warnsignal und wir bringen uns aus der Gefahr. Dann ein Unbehagen, auf das wir eigentlich verzichten könnten. Die Theorie besagt, dass die Nozizeptoren (Schmerzfühler) in der elektrischen Signalübertragung eine Sauerstoffschuld eingegangen sind. Der dumpfe Schmerz meldet diese Sauerstoffnot so lange, bis sie ausgeglichen wurde. In diesem Fall schreit das Gewebe nach Sauerstoff, der von der Mikrozirkulation durch die extrazellulare Flüssigkeit zu den Zellen diffundieren muss.

Ein so entstandener Gewebeschaden führt zwangsläufig zu einer Schwellung. Denken Sie nur an eine Distorsion (Verrenkung) des Knöchels. Schnell bildet sich ein „Ei“ auf dem überdehnten Band. Die lokale Flüssigkeitseinlagerung bedingt eine längere Diffusionsstrecke zwischen den Kapillaren und den Gewebezellen. Dadurch kommt der Sauerstoff spärlicher an den freien Nervenenden an. Wir müssen den dumpfen Schmerz erheblich länger ertragen. Auch die Reparaturprozesse beginnen verzögert, weil weniger Bausteine angeliefert werden.

Nach Darwin setzt sich in der Evolution nur das Positive durch. Wieso endete diese Schwellung, die die Heilung verzögert, nicht in einer Sackgasse sondern setzte sich bei Mensch und Tier durch?

Vermutlich ist sie unerlässlich in der Initiierung der Selbstheilungskräfte. Wie denn das? Unsere Körperflüssigkeiten transportieren Elektrolyte und Ionen mit in die Schwellung ein. Dadurch wird der normale elektrische Widerstand, gemessen in Ohm, punktuell verringert. Messungen an einer entzündeten Niere ergaben ein deutlich stärkeres elektrisches Feld als an der gesunden Niere. Aus Sicht der Mikrostromtherapeuten ist dieser Vorgang der Beginn der Selbstheilung. Wozu dient denn dieser Prozess?

Bleiben wir bei dem Beispiel der Distorsion. Gesunde Zellverbände weisen eine einheitliche Polarität in den Zellmembranen auf. Verletzte Strukturen hingegen zeigen eine wirre Verteilung positiv und negativ polarisierter Felder. Solange dieser Zustand anhält, setzt noch keine geregelte Wundheilung ein.

Durch die Absenkung des Ohmschen Widerstandes kann deutlich mehr körpereigene Energie regulierend einwirken. Erst wenn die vordringliche Aufgabe der Wiederherstellung des normalen Potentials an den Zellmembranen abgeschlossen ist, baut sich die Schwellung ab und die strukturelle Reparatur beginnt.

Ein Aspekt für den großen Nutzen einer Heilungsanregung mit Mikrostromgeräten ist: Die von außen zusätzlich einwirkende körperanaloge Elektrizität stellt rasch das einheitliche Potential wieder her. Die Gewebeheilung beginnt viel früher. Bereits in der ersten Sitzung verringern sich Schmerzen erheblich.

Eine im Februar 1990 von H. Lathrop, PhD., im Worker´s Comp. Advisor publizierte Studie, bestätigt, dass Mikrostrom die Heilungszeit bei akuten Traumen, die sich die Patienten durch Arbeitsunfälle im Bergbau zugezogen hatten, auf die Hälfte verkürzt.

Das Beeindruckende an dieser Studie ist, dass drei große Gruppen von jeweils 250 Patienten verglichen wurden. Die Gruppe I erhielt nur Mikrostromtherapie im Mikroamperebereich (Millionstel eines Ampere), die Gruppe II zusätzlich zu Mikrostrom ein Pharmazeutikum und Gruppe III erhielt zum gleichen Arzneimittel die sehr viel stärkere Reizstromtherapie im Milliamperebereich (Tausendstel eines Ampere).

Das Ergebnis: Die Teilnehmer der Gruppen I und II waren im Mittel nach weniger als nur neun Tagen Therapie wieder arbeitsfähig. Sie können also als Anwender von Mikrostrom auf die Kosten und Nebenwirkungen der Arzneimittel getrost verzichten.

Die Teilnehmer der Gruppe III benötigten im Mittel mehr als doppelt so viele Therapietage.

Die Studien zeigen deutlich die heilende Wirkung von Mikrostrom auf.

Haben Sie bisher wenig von Elektrotherapie gehalten? Vermutlich kannten Sie nur die Reizstrom- oder TENS-Methoden mit Milli-Ampere?

WICHTIG: Für eine Mikrostrombehandlung berechnet der Anwender die Intensität entsprechend der körpereigenen Elektrizität: Pro Quadratzentimeter Elektrodenfläche braucht es fünf Millionstel Ampere. Die Gewebe reagieren sofort, weil man sie nicht nur mit körperanalogen Energien, sondern auch noch mit bewährten Frequenzen anspricht.

Unter Frequenztherapie versteht man, dass die Energie nicht wie aus einer Batterie als galvanischer Gleichstrom durch das Gewebe zwischen den Elektroden geleitet wird. Der milde Energiestrom kommt und bricht rhythmisch wieder ab. Die Maßeinheit dafür ist „Hertz“. Bei der Einstellung von einem Hertz wird in jeder Sekunde einmal für eine halbe Sekunde Strom fließen, für eine weitere halbe Sekunde unterbricht der Strom.

Bei der Regulation von Zellen mit hochwertigen Mikrostromgeräten werden zwei voneinander galvanisch getrennt arbeitende Kanäle gleichzeitig unterschiedliche Frequenzen in die Schmerzzone leiten. Natürlich sind die zwei Kanäle in einem Gehäuse, aber stellen Sie sich das so vor, als ob zwei einzelne Geräte ihre Therapieströme gleichzeitig in den Körper leiten würden. Die sogenannte frequenzspezifische Mikrostromtherapie basiert auf der Erkenntnis, dass es Frequenzen, also Rhythmen gibt, die jeweils mit nur einer Struktur in Resonanz gehen. Resonanz bedeutet in diesem Fall, dass dieses Gewebe mitschwingt. Der Nutzen ist, dass zwar alle Gewebearten Energie bekommen, aber nur die eine spezialisierte Struktur profitiert am meisten. Stellen Sie sich das in etwa wie ein Fußballspiel vor. Alle Sportler sind in Bewegung, nur einer bewegt sich am meisten: Derjenige, der den Ball hat! In der bewährten Mikrostromtherapie ist das dann das Gewebe, das mitschwingt. Als Beispiel: Wenn der eine Kanal mit zehn Hertz stimuliert, schwingt das Rückenmark mit. Gleichzeitig wird der zweite Kanal mit mehreren Frequenzen nacheinander dieser in Resonanz gegangenen Struktur Aufgaben geben. In unserem Beispiel: Wenn der zweite Kanal mit 49 Hertz stimuliert, wird die Vitalität des Rückenmarks gesteigert.

Das ist wie eine Sprache oder wie die Buschtrommel in Afrika. Jeder, der die Trommelrhythmen deuten kann, versteht: Jetzt ist unser Treffen!

Zusätzlich ist zu bedenken, wie Klebeelektroden zu platzieren sind. Darüber steuert man den Weg der Energiedurchströmung. Die frequenzspezifische Mikrostromtherapie empfiehlt, die Elektroden so zu legen, dass die gedachte Verbindungslinie von Kathode und Anode durch die Schmerzzone führt. In unserem Beispiel des verrenkten Knöchels könnte das Elektrodenpaar mit der Gewebefrequenz innen und außen am betroffenen Gelenk aufgeklebt sein. Es adressiert die Einflüsse des anderen Elektrodenpaares, das vorn und hinten oder unten und oben geklebt wird. Beide Frequenzen kreuzen sich im Schmerzgebiet und bauen ein sogenanntes Interferenzfeld auf. Dabei addieren und subtrahieren sich die eingestellten Rhythmen. Es ist, als ob Sie zwei Buschtrommeln mit gleichem Klang hören, die gleichzeitig mit jeweils ihrer eigenen festen Rhythmik tönen. Sie hören nicht mehr 49 und 10 Hertz sondern eine spezielle Mischung.

Das Besondere: Vermutlich erkennt die Struktur nicht, dass diese therapeutische Schwingung von außen einwirkt. Sie kommt wie eine körpereigene Information daher. Wir sollten uns von der Maxime „viel hilft viel“ entfernen. Wer die erkrankten Zellen mit Reizstrom bildlich gesprochen anbrüllt, fährt die Transportaktivität der Zellmembranen auf 60% herunter. Stattdessen sollten wir leise freundlich sprechen, was den Membrantransport auf 140% steigen lässt. Ergebnis dieser besseren Versorgung ist ein Zuwachs der für jede Reparatur notwendigen Proteinsynthese auf 170%!

Publiziert hat diese beeindruckenden Verbesserungen das Team Cheng et al 1989 in den Clinical Orthopedics, USA. Bemerkenswert ist auch der ebenfalls gemessene Zuwachs an der Zellenergie – dem Adenosintriphosphat (ATP) - um das Fünffache des Ausgangswertes. Dass mit der herkömmlichen Reizstromtherapie ein Absinken des Membrantransportes, der ges Protein–synthese und des ATP auf rund die Hälfte gemessen wurde, erklärt, warum unter Mikrostrom akute Verletzungen in der Hälfte der sonst üblichen Zeit ausheilen.

Schmerzursache Sauerstoffmangel

Wie schon erwähnt, ist Sauerstoffmangel eine wichtige Ursache von Schmerz. Extrem ausgeprägt wie im Herzinfarkt führt er sogar zu dem sogenannten Vernichtungsschmerz. Erinnern wir uns an die eingangs zitierte Weisheit der frühen Chinesischen Medizin. Im Herzinfarkt ist die Durchblutung der Koronararterien behindert. Der Schmerz schreit nach mehr Blutfluss, also Sauerstoff.

Neben arteriellen Durchblutungsstörungen können lang anhaltende Schmerzen auch von einem Sauerstoffmangel infolge eines langanhaltenden muskulären Hartspannes ausgelöst werden. Die verdickten Myofibrillen (Muskelfasern) verengen das Lumen (den Querschnitt) der sie versorgenden Gefäße. Bekannte Folge eines Ungleichgewichtes zwischen Sauerstoff-Bedarf und –Versorgung ist die Umschaltung auf Energiegewinnung durch Verwertung von Glukose. Die daraus entstehende Milchsäure lagert sich lokal im weichen Binde- und Stützgewebe ab. Die pH-Verschiebung konnte beeindruckend durch vergleichende Messungen zwischen Triggerpunkten (nur pH 4,5) und normalem Muskelgewebe (pH 6,5) bestätigt werden. Jeder Masseur kennt diese lokal um Trigger herum tastbaren Säurepfützen als Myogelosen.

Faszien sind faszinierend

Wir verdanken den Laserlicht-Untersuchungen der Gallengänge die Erkenntnis, dass deren elastischen bindegewebige Umkleidungen nicht wie bisher angenommen, feste Platten sind. Das Forscherteam um Dr. Neil Theise der New York University School of Medicine hat im Science Report am 28.03.2018 veröffentlicht, dass alle beweglichen Strukturen durch das bekannte Netz aus stabilem Kollagen und flexiblem Elastinproteinen umhüllt sind. Die Erkenntnis: Die extrazelluläre Matrix speichert seine Flüssigkeit in schwammartigen Kompartimenten, die von diesem Netzwerk gebildet werden. Dadurch erklären sich die schützende und vor allem auch die stoßdämpfende Eigenschaften. Außerdem ist damit sichergestellt, dass die Faszien dank der eingelagerten ionenhaltigen Flüssigkeit sogar mit den sanften Mikroströmen gut therapierbar sind.

Faszinierend an Elastin ist die Tatsache, dass es nur vor und in den ersten Jahren nach der Geburt gebildet wird; danach praktisch nicht mehr. Mit einer Halbwertzeit von 74 Jahren ist es äußerst langlebig, was sich durch seine weitgehende Resistenz gegen proteolytische (Eiweiß zersetzende) Enzyme erklärt. Man könnte meinen, dann sei ja alles in Ordnung.

Faszien sind dennoch anfällig

Und doch treten immer wieder Verklebungen und Beschädigung dieser langlebigen Strukturen auf. Sie verlieren ihre Elastizität, z. B. die Plantarfaszien in der Fußsohle können extrem druckempfindlich und bretthart werden. Gut, man läuft ungern barfüßig über Kiesel, aber richtig schlimm scheint das noch nicht zu sein.

Viel bedeutender ist der Verlust der Elastizität der Arterienwände. Die Pulswelle jeden Herzschlages wird dann nicht mehr so vorangetrieben, wie in jungen Jahren. Herz- Kreislauferkrankungen sind eine der Haupttodesursachen der zivilisierten Welt.

Weitgehend unbeachtet blieb die Erkenntnis, dass die H+-Protonen von Wasserstoff vor allem von den Proteoglykanen im weichen Binde- und Stützgewebe eingelagert werden.

Dort sind die Säuren der natürliche Gegenspieler von Elastin und Kollagen. Trotz der eigentlich außerordentlichen Langlebigkeit des Elastins kann auf diesem Wege ein Schaden im Binde- und Stützgewebe voranschreiten. Denken Sie an die sehr zugfeste Achillessehne. Warum kann sie bei Fußballern plötzlich reißen? Das ist nur möglich, wenn sich in der unteren Wadenmuskulatur verhärtende Myogelosen und Trigger gebildet haben, die ständig Milchsäure nachproduzieren. Durch diese permanenten Säureattacken werden Sehnen nach und nach ihre Zugfestigkeit einbüßen. Dies ist das Stadium der sehr schmerzhaften sogenannten „Trockenen Achillodynie“. Eine nicht entzündliche Reizung der Achillessehne. Sportmediziner drücken mit äußerster Kraft Injektionen in diese Zone. Nach dem Herausziehen der Kanüle spritzen die Wirkstoffe oft wieder aus dem verhärteten Gewebe heraus. Der Nutzen für die Sportler bleibt gering. Bis dann eines Tages die eh verkürzten Wadenmuskeln nur noch an einem Faden hängen, der unter einer zusätzlichen Sprintbelastung schließlich komplett reißt.

Woher kommt es zu einem Zuviel an Säuren in unserem Körper? Am Bekanntesten ist der Umstand, dass der Genuss gesüßter Speisen und eine lange Reihe unserer Nahrungsmittel sauer verstoffwechselt werden. Übermäßig ehrgeiziger Sport bis in die Sauerstoffnot lässt die Muskeln zunehmend Glukose verwerten. Der Metabolit daraus ist Milchsäure – was zu Muskelkater führt. So erklärt sich der Sinn, warum im Kapillarblut Laktatwerte als Gradmesser der Fitness gemessen werden.

Doch wer hat schon davon gehört, dass auch Gärungsprozesse im Darm zur Säurebildung führen? Ebenso selten beachtet wird die schlechtere Durchblutung chronisch verhärteter Muskeln als Auslöser lokaler Säureansammlungen. Jeder kennt den Umstand, dass sich verkürzende Muskeln auch verdicken. So zeigen wir stolz den Bizeps des Oberarms, der angespannt auch anschwillt. Der Durchmesser der durch die Muskelbündel verlaufenden Arteriolen wird verengt, die Sauerstoffanlieferung reduziert. Eine rhythmische Muskelarbeit pumpt zwar das Blut weiter, die Einengung ist dann nur kurz. Wird der Muskel jedoch nicht wieder gelockert, entsteht eine Unterversorgung. Wenn der Energielieferant Sauerstoff fehlt, setzt die Energiegewinnung durch Glukoseverwertung ein. Mit der nun schon bekannten Folge, dass es zu einer lokalen Milchsäurepfütze kommt. Masseure ertasten die um Muskelverhärtungen herum eingelagerten Säuren als sogenannte Gelosen.

Wie kommt es dazu? Das weiche Binde- und Stützgewebe besteht teilweise aus Proteoglykanen und umkleidet alle Strukturen. Es ist im gesunden Zustand fast flüssig. Die Nährstoffe und der Sauerstoff verlassen die Kapillaren und diffundieren leicht hindurch zu den Zellen. Nun haben die Proteoglykane eine hohe Bindungsfähigkeit für Säuren. Die natürliche Intelligenz des Körpers versteckt diese schädlichen Stoffe zuerst nicht in lebenswichtigen Geweben, sondern in dem an sich flüssigen Bindegewebe. Mit der Zeit werden immer mehr Anteile übersäuert und nehmen eine Gel-Form an. Sie kennen einen vergleichbaren Vorgang bei Rinderbrühe, die Sie abends in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen schwimmt oben ein Gallert. Kaum wird die Suppe erwärmt, verflüssigt sich diese Schicht wieder.

Unsere Gelosen können nicht so einfach aufgekocht werden. Im Gegenteil, sie bleiben unbehandelt ein lebenslang peinigender Begleiter. Pathologen holen bis zu einem halben Eimer Gel aus den Leichen von Personen, die über Jahrzehnte chronisch übersäuert waren. Die Folge ist, dass sich das Milieu – das Lebensumfeld – der Körperzellen innerhalb der Gelosen radikal verschlechtert.

Schmerz als Schrei des Gewebes nach fließender Energie ist in diesem Fall ebenfalls richtig. Die Versorgung der Strukturen innerhalb der Gelosen ist stark reduziert. Die Verspannungen von Muskeln in solchen Zonen sind kaum zu lösen. Ursache: Der abgesenkte Stoffwechsel führt zu einem absoluten Mangel an Adenosintriphosphat (ATP). Dieser „Treibstoff“ ist für den aktiven Vorgang des Muskeldehnens unverzichtbar. Ohne ihn sind die Behandler auf brutal anmutende Therapien angewiesen. Zum einen wird mit der an Presslufthämmer erinnernden Stoßwellentherapie auf die verhärteten Muskeln getrommelt. Alternativ kommt das sogenannte dry needeling zum Einsatz. Dabei werden Nadeln immer wieder fächerförmig in die Muskeln hinein gestoßen.

Auch die im übersäuerten Milieu befindlichen Faszien werden heftig miteinander verkleben und Funktionseinschränkung aufweisen. Ohne vorherige Entsäuerung wird jeder Versuch, diese Probleme zu lösen, unangenehm schmerzhaft sein. Was ist der bessere Weg?

Bis eine konsequente Ernährungsumstellung in Verbindung mit der Einnahme von Basenpulvern spürbare Verbesserungen bringt, dauert es lange. Rechnen Sie mit einem Jahr pro Jahrzehnt des Säureaufbaues. Weil die belohnende Schmerzreduktion auf sich warten lässt, hält kaum jemand diese Diät durch.

Die vielfältigen Aspekte der Lebensbedingungen des Parenchyms (Muskel- und Organzellen) werden häufig unter dem Begriff „Grundregulation“ zusammengefasst. Im Einzelnen setzt sich diese aus dem Bindegewebe, den vegetativen Nerven und dem Gefäßsystem zusammen und bildet etwa 80% des Gesamtorganismus.

Es geht um die Basis jeglicher Regulation, nicht allein um die für die optimale Nährstoff- und Sauerstoffversorgung wichtige Mikrozirkulation. Denken Sie auch an die Verteilung der Elektrolyte, der Ionen und der Wasservolumina. Der als Homöostase bezeichnete Idealzustand ist die Grundlage jeder Gesundheit. Sie gerät durch Reaktionen auf systemische Krankheiten, lokale Traumen, Überbelastungen oder Verschiebungen im Säure- Basenhaushalt leicht ins Ungleichgewicht. Und das führt halt zum Schmerz!

Was oft chronisch diffuser (unbestimmbare Ursache) Schmerz genannt wird, ist leicht durch das verschlechterte Milieu erklärbar. Kann man nicht mal all jenen Patienten eine ursächliche, am besten auch noch eine angenehme Lösung ihrer Probleme anbieten?
Selbst Faszientherapie kann schmerzfrei sein!

Bislang hat jeder Faszientherapeut nicht nur gegen den heftigen Widerstand der verklebten Gewebe, sondern auch gegen den Unwillen der Patienten anzukämpfen.

Das Lösen der von Säuren ausgelösten Verklebungen durch lang anhaltenden und zunehmenden Druck ist höchst schmerzhaft. Gern wird der Patient - möglichst lächelnd - aufgeklärt, dass es sich um einen „Wohlschmerz“ handele.

Wenn sich eine lokale Säurepfütze bildet, wird sie von dem schwammartigen Netzwerk der extrazellulären Faszien aufgenommen. Wenn das „Fass voll ist“, wandert die Säure auch vermehrt hinein in die Zellen dieser Region. So entstehen die ersten Zipperlein, die sich mit der Zeit zu ausgewachsenen Krankheiten entwickeln.

Verschlimmernd kommt hinzu, dass die Säure auch in die Kapillaren und damit in die Erythrozyten gelangt. Jede Form von Azidose (Säureüberschuss) lässt die Erythrozyten rigide werden. Sie verlieren also ihre Verformbarkeit und nehmen Stechapfel- oder Kugelform an. Die Durchströmung der Mikrozirkulation reduziert sich, Nährstoffe und Sauerstoff bleiben aus. Ein Teufelskreis beginnt, der Schrei nach fließender Energie wird hörbar.

Nachdem die Säure in die Zellen eingewandert ist, kann man sie durch gängige Maßnahmen wie Basenfasten, Baseninfusionen oder Basenpulver kaum noch herausbekommen.

Ein Grund dafür ist die Behinderung der Na+ / K+- Pumpe durch die Ionenkanäle in den Zellmembranen. Weil sich immer mehr positiv geladene Protonen von Wasserstoff anreichern, wird das intrazelluläre Milieu mit kleiner als pH 6,2 sauer. Für die ebenfalls positiven Ladungsträger Natrium und Kalium wird es immer schwerer, durch die Ionenkanäle in die Zellen zu wandern. Die Elektrolyt- und Mineralienverteilung verschiebt sich. Die Folge ist ein inkompletter Stoffwechsel mit Verschlackung (Salzbildung).

Zu Beginn haben wir die Funktion der Nozizeptoren beschrieben. Wenn Säure auf die Haut tropft, wird das elektrische Signal über die Nerven ans Gehirn gesendet. Dort wird die Empfindung eines ätzenden Schmerzes erzeugt. So aufmerksam geworden, waschen wir die Säure herunter – wir sind vor größeren Schäden bewahrt. Aber wie helfen wir uns, wenn wir die Säuren in unseren Geweben mit uns tragen? Bislang hatten wir mit dem unspezifischen Dauerschmerz zu leben …

Aber jetzt gibt es Hoffnung - ein neuer Stern geht auf! Eine sofortige Entsäuerung ist möglich, wenn das Schmerzgebiet mit einem basischen Gel eingerieben und es mit einem basischen Salzwasser getränkten Kompressionsverband bandagiert wird. Sie wissen, Salzwasser ist elektrisch leitfähig. Die neue Methode bekommt ihre Sofortwirkung durch den zusätzlichen Einsatz des frequenzspezifischen Mikrostromes. Die gesamte Bandage wirkt als Elektrode, die alle positiven Ionen / Protonen zur Oberfläche zieht und neutralisiert. Stellen Sie sich das wie einen Elektromagneten vor, der Eisenspäne anzieht.

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Wenn sich alle positiven Ladungsträger in den Körperflüssigkeiten zur Oberfläche in Bewegung setzen, so werden vor allem diejenigen mit dem kleinsten Umfang und mit der stärksten positiven Ladung am schnellsten durch alle Gewebeschichten zum Gegenpol gezogen. Das Proton von Wasserstoff erfüllt beide Voraussetzungen. Wenn Sie sich das Periodensystem der Elemente ansehen, steht Wasserstoff oben links allein. Im neutralen Zustand besteht es aus einem Atomkern (Proton), umkreist von einem Elektron.

Was sind eigentlich Elektronen? Es handelt sich um negative Ladungsträger (Minus). Sie umkreisen die Atomkerne (Plus) mit der irrwitzigen Geschwindigkeit von 2000 km/Sekunde. Trotz der ungeheuren Fliehkraft werden sie durch „Magnetismus“ gehalten. Außerdem haben sie keine Masse. Sie sind so winzig, dass 50 Millionen von ihnen in einem i-Punkt Platz hätten. Dennoch sind sie unverzichtbar, um Materie und Raum zu bilden. Stellen Sie sich das Wasserstoffatom so ähnlich wie die Anziehung zwischen Erde und Mond vor. Die Mondumlaufbahn ist vergleichbar mit der sogenannten Elektronenschale, die das Volumen des Atoms ausmacht. Genaugenommen bestehen wir vor allem aus „Luft“. Ein anderes gut vergleichbares Bild ist die Erbse in dem Petersdom.

Die Erbse, der Atomkern des Wasserstoffes ohne Elektron, hat einen einzigen Plan: Sich ein neues Elektron einfangen um wieder kompletter, neutraler Wasserstoff, ein Petersdom, zu werden. Das H+ ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Säure. H+ zusammen mit einem Chlor im Elektronenüberschuss, Cl-, ergibt Salzsäure – HCl. H+ ist also ein ätzender Giftzwerg, der auf Ihrem Ärmel gleich ein Loch brennt, weil er die Elektronen des Stoffs herauslöst und an sich bindet. Sofort ist aus dieser Erbse ein Petersdom geworden, der es nicht mehr nötig hat, Gewebe zu zerstören.

Das Proton von Wasserstoff hat also eine sehr viel höhere Wanderungsgeschwindigkeit hin zu dem Elektronen spendenden stark basischen Kompressionsverband als das nächst größere unter den positiv geladenen Ionen – Kalium. Kalium hat im neutralen Zustand drei Protonen zusammen mit drei Elektronen. Im ionisierten Zustand K+ kreisen die zwei noch verbliebenen Elektronen weiter um den Atomkern. Es ist also ein weit weniger stark positiv geladener Petersdom.

Wasserstoff ist ein extrem flüchtiges Gas für das nur Tanks mit extra starken Wandungen geeignet sind. Gehen Sie also davon aus, dass die pH-Regulierung mit Mikrostrom tatsächlich ähnlich schnell abläuft, wie die Eisenspäne zum Elektromagneten fliegen. Die tägliche Praxis bestätigt, dass die höchst druckempfindlichen Fußsohlen schon nach fünf Minuten Säure-Regulation weich und unempfindlich geworden sind. Alle Griffe der Physiotherapeuten sind danach schmerzlos. Nachdem die seit Jahren oder Jahrzehnten brettharten Plantar-Faszien willig nachgeben, können sich die Füße mit hochgezogenem Spann endlich wieder strecken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die bislang kaum behandelbare intrazelluläre Übersäuerung wird mit dieser höchst patientenfreundlichen Methode ebenfalls aufgelöst!

Es wird dringend empfohlen, vor Beginn der Behandlung kolloidale Mineralien, hoffentlich das Pulver der Sango-Koralle mit dem vollständigen Spektrum aller Mineralien und Spurenelemente der Weltmeere, zu trinken. Dadurch können die von ihrer Säurelast befreiten Zellen im gleichen Arbeitsgang mit allen physiologischen Anionen versorgt werden.

Kann man die Faszien-Rollen wirklich wegwerfen?

Gewiss, Faszien-Rollen eröffneten eine Möglichkeit der Selbstbehandlung verklebter Faszien und verhärteter Muskeln. Oftmals waren die erzielten Verbesserungen leider nur von kurzer Dauer, man musste erneut auf die Rolle. So lange wie die Säure im Gewebe verbleibt, kann chronisch diffuser Schmerz kaum ursächlich gelöst werden.

Damit stellt sich die Frage, wie lange die unter Mikrostrom entsäuerten und gedehnten Muskeln schmerzfrei funktionieren. Die Erfahrung zeigt, dass eine Behandlung zwar spürbar die Funktionen verbessert, der Säure-Basenhaushalt ist allerdings noch nicht bleibend ausgeglichen. Je nach Dauer der chronisch gewordenen Verhärtungen und Verklebungen sollten mindestens drei oder bis zu sechs Sitzungen gebucht werden.

Danach sollte der gute Zustand mit basischer Ernährung, reichlich Bewegung im Rahmen der Kondition an der frischen Luft und mit positiven Gedanken erhalten werden können.

Und wer wie vorher allen Gelüsten nachgibt, seinen Kuchen futtert? Nun, jetzt kennen wir eine Möglichkeit, die negativen Folgen auf angenehme Art zu beheben.

Wo hilft Mikrostrom noch?

Gelenkverschleiß

Sie sind im Urlaub auf einer Vulkaninsel und wollen endlich mal wieder ausgiebig wandern. Bergab beginnt ein zunehmend fieser Schmerz hinter der Kniescheibe. In den nächsten Tagen ist sogar das Treppensteigen schmerzhaft. Auch die Achillessehne ist empfindlich. Schade für den teuren Urlaub.

Daheim begutachtet Ihr Orthopäde das Röntgenbild. Ihr Gelenkspalt ist auffallend schmal. Es heißt, weil der Knorpel hinter der Kniescheibe auf den Knorpel der Schienbein- und Oberschenkelknochen drückt, könne Abrieb entstehen. Daraus können regelmäßige Entzündungen entstehen, die Ihren Knorpel aufweichen und schwächen. Wenn schließlich die sogenannte Knochenglatze entstanden ist, reibe Knochen auf Knochen. Das muss verhütet werden. Ihr Orthopäde bietet Ihnen an, vorbeugend Hyaluronsäure in Ihre Knie zu injizieren. Zusätzlich erhalten Sie ein Rezept für eine große Packung Ibuprofen.

Hat schon einmal ein Arzt erklärt, wodurch sich der Gelenkspalt verengt? Was denken Sie? Ist ein Mangel an Hyaluronsäure oder an entzündungswidrigen Schmerzmitteln daran schuld? Eher nicht!

Um ein Gelenk beugen und strecken zu können, braucht es gelenkübergreifende Muskeln. Der Bizeps hat seinen Ursprung nahe der Schulter und seinen Ansatz am Unterarm. Wenn Sie Ihren Bizeps anspannen, verkürzt er sich und der Unterarm wird gehoben. Wenn er sich wieder entspannt, kann der Gegenspieler den Arm ganz einfach wieder strecken.

Es gibt am Oberschenkel mehrere Muskeln, die über Ihr Kniegelenk zum Schienenbein greifen. Der Muskelbauch des Rectus z. B. verläuft über das Hüftgelenk, weiter auf der Mitte der Oberschenkelvorderseite und geht oberhalb der Kniescheibe in seine Sehne über. Diese hält auf dem Weg zum Schienenbein die Kniescheibe an ihrem Platz. Ein verkürzter Rectus zieht die Kniescheibe gegen das Gelenk.

Denken Sie auch an Ihre Wadenmuskeln, die durch die Kniekehle zum Oberschenkel reichen. Die Beuger und die Strecker arbeiten normalerweise harmonisch zusammen. Ist durch eine ungewohnte Belastung eine Laktatanhäufung (Muskelkater) entstanden, werden sich die übersäuerte Muskulatur und die verklebten Faszien nur unter Schmerzen dehnen lassen. Die verkürzten Muskeln der Wade ziehen den Unterschenkel zum Oberschenkel. Auch die harten Muskeln des Oberschenkels helfen mit, den Gelenkspalt zu verkleinern. Ist das Gelenk erst einmal eng gezogen, geraten die Menisken unter Druck. Deshalb gehen Betroffene höchst ungern in die Hocke, ihre Beweglichkeit ist sehr eingeschränkt.

Dies ist zugegebenermaßen ein rein mechanischer Denkansatz. Der Praxisalltag braucht allerdings ein solches Modell, um zu einer befriedigenden Lösung zu kommen. Durch eine Mikrostrombehandlung mit Basenwickeln als großflächige Elektroden kann in 30 Minuten viel Laktat neutralisiert werden. Vorher wären Fasziengriffe und Muskeldehnungen langwierig und schmerzhaft gewesen. Gegen Ende der zellregulierenden Mikrostrombehandlung ist das Gewebe von der hohen Säurelast befreit. Die nun verbesserte Ernährung der Zellen verhilft, zusammen mit Mikrostrom, ATP wieder aufzubauen. Sie erinnern sich, ohne ATP können sich Muskeln nicht entspannen. In den letzten Minuten der Sitzung werden Frequenzen den Therapeuten unterstützen, auf angenehme Art zu dehnen.

Sofort nach der ersten Anwendung können viele Patienten deutlich besser in die Hocke gehen.

Osteoporose

Neben den weichen Strukturen leidet auch das Knochengerüst. Der Grund dafür liegt darin begründet, dass unser Körper gezwungen ist, den pH-Wert des Blutes stabil um 7,4 zu halten. Eine Abweichung davon ist tödlich! Wenn die in der Nahrung angebotenen basischen Mineralien nicht mehr ausreichen, wird auf die Schatzkästlein zurück gegriffen. Das sind nicht nur die Depots in den Haarwurzeln (Ursache für frühzeitigen Haarausfall), sondern auch in den Knochen. Fast jeder kennt die Auswirkungen der Osteoporose: Neigung zu Spontanfrakturen der Wirbelkörper oder des Oberschenkelhalses. Orthopäden verbieten schweres Heben oder sturzgefährdete Sportarten wie z. B. Radfahren. Dazu leiden die Betroffenen unter heftigen Schmerzen. Trotz der verordneten teuren Arzneimittel wie das Vitamin D3 und der eingenommenen Mineralien verlangsamt sich der Raubbau an den Knochen leider nur. Der Verlust an Knochendichte schreitet fast immer weiter voran.

In den letzten Jahren wurde z. B. von der Praxis Mingmen in Bad Windsheim versuchsweise mit Mikrostrom und Basenwickeln gegen Osteoporose vorgegangen. Die Absicht war, die als Ursache geltende Übersäuerung durch zwölf Anwendungen mit Mikrostrom zu reduzieren und die Aktivität der lebenden Knochenzellen (Osteoblasten) über Frequenzen zu steigern. Über den mit basischem Salzwasser getränkten Ganzkörperwickel wird der biologische Strom pulsierend mit den Osteoblasten in Resonanz gehen. Dadurch erhoffte man sich, die Knochenmasse über eine Zunahme der Zellteilung wieder aufzubauen. Und siehe da, die Patientin wurde schmerzfrei und begann wieder zu joggen. Die Lebensqualität steigerte sich enorm. Da der Knochenumsatz sehr langsam abläuft, wurde die Knochendichte erst sechs Monate nach der letzten Anwendung kontrolliert. Der Orthopäde bestätigte, dass sich der Knochen erholt hat und dass keine behandlungsbedürftige Osteoporose mehr festgestellt werden kann.

Wundheilungsstörungen

In vielen Studien konnte sich Mikrostrom als zuverlässige Behandlungsform gegen chronische Wundheilungsstörungen bewähren. Fortgeschrittene Gewebeübersäuerung mit Gelosen reduziert bekanntermaßen die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Region. In seiner natürlichen Intelligenz verdünnt der Körper die Säuren und lagert vermehrt Wasser ein. Die Ödeme verlängern zusätzlich die Diffusionsstrecke von den Kapillaren hin zu den lebenden Zellen. Immer mehr Kapillaren werden durch rigide Erythrozyten verstopft. Eine normale Heilung ist dadurch absolut erschwert.

Die traditionelle Wundpflege reinigt das Wundbett und wickelt die Beine fest ein. In der 2010 im Arch Phys Med Rehabil Heft 91, Seiten 669 – 678 veröffentlichten kanadischen Studie „Electrical Stimulation Therapy Increases Rate of Healing of Pressure Ulcers in Community-Dwelling People With Spinal Cord Injury” wurde die Heilung von zwei Gruppen mit chronischen Dekubita (offene Druckstellen) beobachtet. Beide Kollektive erhielten die gleiche Wundpflege, eine von ihnen zusätzlich Mikrostromtherapie von geplant täglich acht Stunden. Die Mitarbeit der Patienten war leider schwach. Nur vier Patienten hielten die vorgegebene Therapiezeit ein, die zwölf anderen hatten nur drei Stunden +/- 1,5 Stunden behandelt.

Immerhin verkleinerten sich die Wundflächen der Patienten mit Mikrostrom innerhalb der beobachteten drei Monate um über 70%. In der Gruppe ohne Mikrostrom lagen die Heilerfolge um 36%. An sich schon ein ansehnliches Ergebnis – allerdings ist die durch Übersäuerung bedingte schlechte Zellversorgung der wunden Gewebe in Kanada unbehandelt geblieben.

Was durch zusätzlichen Einsatz von Basenwickel mit Mikrostrom erreicht werden kann, belegt die Falldokumentation von Birgit Lackert aus 84427 St. Wolfgang in Oberbayern.

Ihr damalig 48jähriger Patient kam im Mai 2012 mit einem Rezept für Lymphdrainage. Sein linkes Schienenbein wies eine chronische Wunde infolge einer offenen Trümmerfraktur durch einen Verkehrsunfall in 1998 auf. Nach operativer Versorgung verlief die Wundheilung zunächst gut.

2004 entwickelte sich ein Ulcus, der in der Tiefe die Knochenhaut der Tibia (Schienenbein) sehen ließ. Über Jahre bekam der Patient manuelle Lymphdrainage verordnet. Keine der Therapien zur Wundheilung schlug an.

Der Patient war arbeitsfähig, litt aber unter belastungsabhängigen Asthmaanfällen und wurde stark übergewichtig (140 kg bei 1,78 m).

In zweijährigen Abständen wurde der Patient in der Unfallklinik zur Reha aufgenommen.

Vom 06.05.2012 an wurde folgender Therapieplan eingehalten:
3 mal/Woche Wundheilungsprogramm mit Mikrostrom

Placeholder imageZustand vor der ersten Behandlung mit Schwellung 2 mal/Woche mit Mikrostrom über Handgelenk-Elektroden verstärkte Lymphdrainage.
Placeholder imageDetail nach der ersten  Wundhandlung 1 mal/Woche entsäuernder Ganzkörperwickel mit Mikrostrom.
Placeholder imageSchlankes Bein nach sechs Wochen, geheilt! Nach nur sechs Wochen war das Ulkus von innen heraus sauber verheilt. Von da an bekam der Patient nur noch einmal pro Woche Lymphdrainage.


Nach nur sechs Wochen war das Ulkus von innen heraus sauber verheilt. Von da an bekam der Patient nur noch einmal pro Woche Lymphdrainage. Seine körperliche Leistungsfähigkeit hat sich stetig gesteigert, der Patient hat sein Gewicht reduzieren können, Asthmaanfälle sind nicht mehr aufgetreten.

Wo ist der Vorteil der zusätzlichen Entsäuerung zu sehen? Nicht in drei Monaten sondern in nur sechs Wochen heilte das Ulcus komplett ab, obwohl die einzelnen Behandlungen weniger als eine Stunde dauerten.

Das Metabolische Syndrom

Ein weiteres wichtiges Feld ist das sogenannte Metabolische Syndrom. Solche Patienten zeigen einen erhöhten Blutzuckerspiegel (oft als Altersdiabetes bezeichnet). Außerdem steigt der Blutdruck und die Cholesterinwerte sind über normal hoch. Die vielfach angewendete Therapie der klassischen Medizin für den Blutdruck ist die Gabe von harntreibenden Medikamenten. Dazu ein Arzneimittel, das die Aufnahme des Blutzuckers in die Zellen verstärken soll. Und noch ein drittes, um die Blutfette zu reduzieren.

Aus unserer Sicht könnte der Patient auf diese drei Arzneien verzichten. Stellen Sie sich vor, durch die Gelosen im Gewebe verringert sich die Anzahl von Zellen, die ausreichend mit Glukose versorgt werden können. Vermutlich sinkt der Verbrauch nicht deshalb, weil die Insulinrezeptoren in den Zellmembranen resistent geworden sind, sondern weil die Zellen in einer nicht mehr durchlässigen Umgebung leben. Sie verwerteten weniger Zucker, weil zu wenig ankommt. Darum verbleibt Glukose in der Mikrozirkulation.

Diese hungernden Zellen senden Botenstoffe, geben Alarm. Der Organismus erhöht den Druck im System, es sollen mehr Nährstoffe und Sauerstoff angeliefert werden. Die klassische Medizin spricht von einer essentiellen Hypertonie, ein Hochdruck ohne erkennbare Ursache …

Und die Leber produziert mehr Cholesterin, ein wertvoller Säureschutz für die Zellmembranen. Die klassische Medizin spricht von dem Risikofaktor Blutfett. Tatsächlich ist nur das oxydierte LDL an der Bildung von Arteriosklerose ursächlich beteiligt. Aber welcher Patient hat jemals diesen schädlichen Faktor gemessen bekommen?

Jede Pille, die nicht genommen wird, oder besser, nicht benötigt wird, ist eine gute Pille. Wussten Sie, dass in Deutschland allein an den Nebenwirkungen der Statine (Mittel gegen Cholesterin) jährlich 7000 Menschen sterben? Das wissen wir von den Jahresberichten des Deutschen Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, in denen die Todesursachen aufgelistet werden. Basis dafür sind die Angaben jener Ärzte, die den Totenschein ausstellen. Wie viele Ärzte sind wohl bereit, die Nebenwirkungen der von ihnen verordneten Medikamente als Todesursache schriftlich zu dokumentieren?

Vermutlich nicht alle … Sie haben noch nie davon gehört? Aber von AIDS schon, oder? Darüber wird umfassend berichtet, obwohl laut Statistischem Bundesamt in Deutschland jährlich nur um 500 Menschen an dieser Immunschwäche sterben. Warum liest man so selten über die Nebenwirkungen der Statine? Bremst da jemand die Presse?

Wo würden Sie ansetzen, um die Patienten von ihrem Metabolischen Syndrom zu befreien? Also ich würde die Gelosen verflüssigen und lächelnd zusehen, wie sich der Stoffwechsel, der Blutdruck und die Cholesterinwerte normalisieren.

Wachen Sie morgens lächelnd auf, vergessen Sie den chronisch diffusen Schmerz aus den Zeiten vor Ihrer zellregulierenden Basenwickel mit Mikrostrom!

Über den Autor

Horst Kieserling gilt als ein Pionier der Mikrostromtherapie in Deutschland. Nach sechzehn Jahren im Dienste der Pharmafirma Hoechst entschied er sich 1995 Gott vertrauend zu einer Firmengründung in der sauberen Natur des Oberallgäus.

Credo: Nur Gutes Tun! Also weg von den Beipackzetteln hin zur patientenfreundlichen Naturheilkunde! Alle Therapien sollten bestens verträglich sein und doch mit überzeugender Wirkung glänzen!

In den ersten Jahren begleiteten ihn allein Allgäuer Naturprodukte, dann kam die schicksalhafte Begegnung mit einem Importeur amerikanischer Mikrostrom-Geräte.

Von ihm erhielt er in Wien die erste Ausbildung in der Lokal- und Meridiantherapie. Von dem inzwischen leider verstorbenen Helmut Kiprowski wurde das erste eigene Mikrostromgerät MSG 1200 in Bochum entwickelt. Nach dessen medizinischen Zulassung im April 2000 folgten noch viele weitere Ausbildungen, z. B. in der Reflexmuskel-Therapie und in der gezielten Frequenzauswahl.

Im Jahre 2003 lernte Horst Kieserling von dem Chefarzt Dr. Bernhard Dickreiter über die Bedeutung der gesunden Grundregulation. Für die patientenfreundliche spontane Entsäuerung des intra- und extrazellulären Gewebes erweiterte Horst Kieserling die Frequenzspezifische Mikrostromtherapie um Vorbehandlungen mit Basenwickeln. Erst durch die Entsäuerung werden die anschließenden Behandlungen der Faszien, Muskeln und Wirbel für Patienten schmerzarm und die guten Ergebnisse halten deutlich länger.

Die Elektronik macht rasch Fortschritte. Seit Mitte 2014 wird das MSG 1200 nicht mehr hergestellt. Es steht nun ein hoch modernes Gerät zur Verfügung, das wie ein IPad anmutet. Mit ihm konnten all die lang gehegten Träume auf höchstem technischen Niveau realisiert werden.

Auch in Zukunft sollen patientenfreundliche Therapien, individuelle Kundenbetreuung und vorbildliche Unterstützung jeder Praxis dazu führen, dass sich immer mehr neue Anwender im In- und Ausland für Mikrostrom begeistern lassen.

Kontaktdaten:

Horst Kieserling, Langschwander Weg 1, 87477 Sulzberg, Deutschland +49 8378 976 112, www.regucelltouch.de service@regucelltouch.de


Wichtiger Hinweis:
Die den Geräten von „ReguCell Products“ im folgenden beigegebenen Wirkungsweisen und medizinischen Einsatzbereiche entstammen der Komplementärmedizin und begründen sich als Alternative und Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Behandlungsmethoden der Schulmedizin. Den Aussagen liegen aktuell lediglich Studien kleiner Kohortengruppen, Pilotstudien, Anwendungsbeobachtungen und/oder Erfahrungsberichte zugrunde. Es liegen insbesondere aber keine Studien des Evidenzgrades Ib (methodisch hochwertige randomisierte placebo-kontrollierte Studien mit ausreichender Probandenzahl) oder gar der Stufe Ia (Metaanalyse auf der Basis mehrerer methodisch hochwertiger Studien der Stufe Ib) vor, sodass die Therapie, Methodik und die beschriebenen Handlungsmöglichkeiten bislang als schulmedizinisch-wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert und folglich als umstritten gelten.